Kategorie: Alternative Podcast – Mein Radar

Im Radio läuft immer die gleiche Scheiße

Die Kategorie für die Mutigen, die gerne Neues hören möchten. Dazu gehören jüngst gegründete Bandprojekte oder Seitenprojekte, die mindestens ein Mittelmaß an Talent und ein etwas höheres Potenzial in den Ohren aufweisen.

LÜTLÜT

(Foto: lutband.com)

Hinter der Band LÜT steckt eine fünfköpfige Kombo aus Tromsø. Die Norweger veröffentlichten vor nun fast drei Jahren ihr gefeiertes Album „Pandion„. Vom Metallica-Schlagzeuger Lars Ulrich wurden LÜT für ihre energiegeladenen Liveauftritte hochgelobt. Sie stehen für kraftvollen Punkrock, der sich gerne auch mal in Absurdität verliert ohne dabei die schönsten Melodien aus den Augen zu lassen. Dieses Jahr haben sie von Februar bis Juni jeweils einen neuen Song online gestellt. Seit September ist ihre neue EP „Strictly Business“ draußen. Der zweite Longplayer namens „Mersmak“ soll am 12.Februar folgen.

The Drew Thomson FoundationThe Drew Thomson Foundation

(Foto: dinealonerecords.com)

2019 veröffentlichte Drew Thomson seinen ersten Longplayer namens The Drew Thomson Foundation. Darauf befinden sich äußerst melodiöse Songs. Die Platte hat viel Potenzial und bietet dem Hörer einige Hymnen. Drew Thomson zeigt sich sehr bescheiden. Immerhin ist er im Besitz von einigen Gitarren, die er unmöglich alle bespielen kann, er mag das Aussehen und diese Anzufühlen. Außerdem beschreibt er sich selbst als keinen großen Gitarrenspieler. Das klingt aber irgendwie anders …

A Little More Time“ von The Drew Thomson Foundation anhören

NotchesNotches

(Foto: Facebook / Notches)

Dante, Ezra und Zac verbergen sich hinter Notches. Sie kommen aus New Hampshire und stehen für zeitlose Musik. Bisher brachten sie eine EP und drei Alben auf den Markt. Das neueste „New Kinda Love“ wurde Ende 2019 veröffentlicht und ist über die gesamte Spiellänge ziemlich überzeugend. Es ist vor allem geradelinige Gitarrenmusik und höchst melodisch.

New Kinda Love“ von Notches anhören

Signals MidwestSignals Midwest

(Quelle: Tiny Engines/Tommy Calderon)

Punkrock aus Cleveland. Die Vier haben sich 2008 gegründet und ein Jahr später ihre erste selbstbenannte LP veröffentlicht. Bis heute kommen sie auf insgesamt vier Alben. Für Sänger und Gitarrist Max Stern, Bassist Loren Shumaker, Gitarrist Jeff Rusell und Schlagzeuger Steve Gibson ist das Projekt für viele Jahre die einzige Konstante in ihrem Leben gewesen. Gerade im Wandel der Zeit, Älter werden, Dinge ändern sich hatten sie mit Signals Midwest einen festen Anker. Passend zum Jahreswechsel haben die Jungs ihr kleines persönliche Resümee gezogen. In ihren über 10 Jahren Bandgeschichte spielten sie über 400 Shows in 15 Ländern. Die Zukunft bleibt weiterhin aufregend.

Signals Midwest on Audiotree live“ hier anhören

Sad Boys ClubSad Boys Club

(Quelle: facebook.com/sadboysclb / rosalienelson)

Hinter diesem Namen verbergen sich vier Herren aus UK. Sad Boys Club befinden sich erst seit 2017 auf der Tanzfläche. Ihre Veröffentlichungstaktik ist sehr interessant. Sie schon einige Singles veröffentlicht, die dann u.a. auch auf zwei EPs erschienen sind. Auf einen ersten Longplayer warten wir weiterhin. Sie haben großes Potenzial voll durchzustarten. Der Gesang klingt bereits seit wenigen Minuten recht vertraut. Ein bisschen haben sie auch etwas von allusinlove. Ihre zweite EP gibt es über den Link hier unten.

Four Shades Of The Transitional Phase“ von Sad Boys Club anhören

Toodles & The Hectic PityToodles & The Hectic Pity

(Foto: Toodles & The Hectic Pity)

Die Einflüsse des Trios von Toodles & The Hectic Pity sind schnell ausgemacht. Sie lassen sich nicht sonderlich ungern von The Front Bottoms inspirieren. Dem Hörer bieten sie eine äußerst interessante Mischung aus Country, Folk und Akustik-Punk. Die drei Jungs aus Bristol sind noch recht unerfahren und ziemlich jung. 2017 haben sie ihre erste EP „Call In Sick“ veröffentlicht. Im Dezember 2019 folgte mit „Ducks“ eine neue Single. 2020 könnte widerum ein spannendes Jahr werden, falls sie mit einem Debütalbum noch ein bisschen mehr von sich hören lassen.

Ducks“ von Toodles & The Hectic Pity anhören

Lande HektLande Hekt

(Foto: Bandcamp / Lande Hekt)

Sie ist ein Teil der britischen Punkrock-Band Muncie Girls. Dort kümmert sie sich um den Bass und Gitarre. Das Ganze lässt sich noch mit Gesang vereinbaren. Die Songs klingen für Punkmusik nicht sonderlich frech und rotzig, wie man es sonst so kennt. Wie geht es nur weiter, wenn man etwas machen möchte, was nicht zu diesem Projekt passt oder die anderen Bandmitglieder nicht überzeugen kann? Ein Seitenprojekt musste her.

Lande Hekt präsentiert uns auf „Gigantic Disappointment“ sieben Songs, die derweil noch ein bisschen softerer klingen, als mit ihrer Hauptband. Ihre Stimme kommt wesentlich klarer, sanfter und fast schon sehnsüchtig aus den Boxen. Die beiden ruhigen Akustikstücke „Wake Up“ und „Letter“ stehen ihr besonders gut.

Gigantic Disappointment“ von Lande Hekt anhören